Umdenken der Unternehmen in Krisenzeiten
Umdenken der Unternehmen in Krisenzeiten
Die meisten Unternehmen sind durch den staatlich angeordneten „Lockdown“ direkt oder indirekt betroffen und können keine oder nur schwache Umsätze generieren sowie keine oder nur wenige Mitarbeiter beschäftigen. Das Ziel jedes Unternehmens ist, trotz „Lockdown“, seine Produkte und Dienstleistungen an den Kunden zu bringen, wenn es sein muss über Umwege. Deswegen sollte sich jede Geschäftsleitung überlegen, welche Alternativen zum bis anhin angewendeten Geschäftsmodell, ausschließlich oder ergänzend, in Frage kommen. Ich möchte mit diesem Artikel alle Unternehmer mit Ideen und Beispiele zum Umdenken in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten anregen und bei der Umsetzung, insbesondere auf die digitalen Möglichkeiten, hinweisen.
Hier finden Sie einige Beispiele zu den aktuell betroffenen Branchen:
Gastronomiebetriebe: Gerade jetzt, wo der Kunde zu Hause verweilt, ist der Wunsch nach gutem Essen umso grösser. Das kann verschiedene Gründe haben, sei es weil man sich nach kulinarischer Abwechslung sehnt oder weil die Zutaten nicht vorhanden sind. Hier kann der Gastronom seinen Betrieb auf Hauslieferungs- und Abholservice umstellen. Wichtig ist, dass der Gastronom den Kunden über seine neuen Dienstleistungen informiert, was über digitale Medien und/oder Werbemassnahmen möglich ist.
Fitnessbetriebe: Fitnessmitglieder möchten auch während den Krisenzeiten fit bleiben und haben zu Hause keine mit dem Fitnessstudio vergleichbare Ausrüstung oder das nötige KnowHow. Hier ist der aktive Kontakt zu den Kunden sehr wichtig. Heutige Fitnessstudios sollten in der Lage sein, ihre Mitglieder über die Kundendatenbank, beispielsweise in Form eines Emailrundschreibens, zu kontaktieren und über die eigene Webseite sowie sozialen Medien zu informieren. Das Fitnessstudio kann zum Beispiel täglich Fitnessübungen als Video ins Netz stellen oder Live übertragen.
Detailhandel: Das Konsumverhalten der Konsumenten ist nach wie vor aktiv. Viele Detailhandelsunternehmen haben bereits einen Onlineshop. Diejenigen, die noch keinen haben, empfehle ich einen zu erstellen. Heute geht das einfach, schnell und kostengünstig. Für die Kunden, die Wert auf die Beratung beim Kauf eines Produkts legen, kann ergänzend zum Onlineshop oder auch nur ausschliesslich, eine Videotelefonie zur Anwendung kommen. Das Produkt kann beim Geschäft abgeholt werden oder per Post versendet werden.
Coiffeur und Kosmetikbetriebe: Auch hier ist es wichtig den Kontakt zur Kundschaft aufrecht zu erhalten und wie bei vielen den anderen Branchen, beispielsweise Tipps und Tricks sowie Verkauf von Produkten, via Video im Netz oder Liveübertragung dem Kunden übermitteln.
Dienstleistungsbetriebe: Der Dienstleistungssektor ist grundsätzlich nicht so stark wie die anderen Sektoren betroffen und kann mit Homeoffice und Kundenkontakte über Konferenz- und Videotelefonie verhältnismässig gut funktionieren.
Tourismusbetriebe: Die Tourismusbranche ist besonders stark betroffen. Das liegt auch daran, dass das Reisen nicht zu den Grundbedürfnissen gehört. Die Reiselust der Touristen wird sicher bestehen bleiben. Abhilfe schafft das „Interactive Travelling“. Es ermöglicht von zu Hause aus einen virtuellen Urlaub zu buchen und könnte in naher Zukunft von vielen Reisebüros angeboten werden.
Zum Schluss möchte ich alle Unternehmer an das Sprichwort „Not macht erfinderisch“ erinnern und mahnen, sich nicht ausschliesslich auf staatliche Hilfe zu verlassen.